Getting there, Fiona könz, art@work

Getting there, 2017

art@work, ti&m AG

ti&m AG ist eine „Digitalisierungs-Firma“ mit Hauptsitz in Zürich. Jedes Jahr lädt sie eine/n junge/n Künstler/in ein, die/der während des Jahres die Möglichkeit hat, ein eigenes Projekt zu realisieren. 

 

Getting there, das Projekt

 

Im Rahmen von art@work #012 haben die Kunden und Mitarbeitenden von ti&m ihren Arbeitsweg  (zu Fuss, mit ÖV oder mit Auto) auf Google Maps eingezeichnet und an die Künstlerin geschickt. Pro Standort wurden nun alle Wege so zusammengeführt, dass ein abstraktes Streckennetz entstand. Fiona Könz ging beim zweiten Teil des Projektes individuell auf die Teilnehmenden zu, um sie auf dem Arbeitsweg zu begleiten. Aus den einzelnen Begegnungen und Eindrücken entstand jeweils ein zweiseitiges Bild. Eine Seite zeigt jeweils die abstrakte Linie des Arbeitswegs, welche die Künstlerin mit einem GPS Tracker aufgenommen hat, die andere ist individuell und entstand aufgrund der jeweiligen Begegnung. 

 

Als Inspiration diente der Künstlerin die Tatsache, dass bei ti&m Homeoffice eher unüblich ist und auch oft vor Ort beim Kunden gearbeitet wird. – Auf den ersten Blick ein Widerspruch zur Digitalisierung, welche die physische Präsenz nicht mehr voraussetzt. 

Der Arbeitsweg wird von den Mitarbeitenden täglich zurückgelegt, eine Bewegung, die mehrmals die Woche gemacht wird und den Übergang zwischen Arbeit und Privatleben darstellt. Dieser Übergang, der oft als Mittel zum Zweck verstanden wird rückt in den Fokus der Arbeit.

Abstraktes Streckennetz der ver Standorte Zürich, Bern, Lausanne und Frankfurt. 

Die Arbeitswege der Mitarbeiter des jeweiligen Standorts wurden normalisiert: Zuhause liegt auf dem Kreisradius, das Büo im Kreismittelpunkt (für alle gelich). Die Orientierung der Wege bleibt erhleten.

Getting there, Fiona könz, art@work

Zürich, Öl auf Baumwolle, 50 x 50 cm

Getting there, Fiona könz, art@work

Bern

Getting there, Fiona könz, art@work

Lausanne

Getting there, Fiona könz, art@work

Frankfurt am Main

Die 54 Einzelwerke bestehen aus einem speziell angefertigten Keilrahmen, der zweiseitig bespannt werden kann. Auf der einen Seite ist die Linie des Arbeitsweges abgebildet, auf der andern das individuelle Bild. Die Bilder stehen auf zwei Nägeln und können vom Betrachtenden gewendet werden. 

 

Es entsteht eine Gesamtinstallation aus den verschiedenen Einzelwerken, die sich durch das Wenden einzelner Bilder immer wieder verändert. Das Publikum tritt direkt in Kontakt mit den Bildern und wird so Teil der Arbeit. Im Ausstellungskontext entsteht eine Art Performance: Die Besucherinnen und Besucher, die ein Bild wenden möchten, müssen entweder ihr Weinglas/ Aperohäppchen abstellen oder eine dritte Person um Hilfe bitten. Die Ehrfurcht vor der Kunst, die man betrachtet und oft nicht anfassen darf, entfällt.

Getting there, Fiona könz, art@work
Getting there, Fiona könz, art@work
Getting there, Fiona könz, art@work
Getting there, Fiona könz, art@work
Getting there, Fiona könz, art@work

Vorder - und Rückseite Wand 1:

Vorder - und Rückseite Wand 1:

Getting there, Fiona könz, art@work

Öl auf Baumwolle, doppelseitig, jeweils 21 x 21 cm

Getting there, Fiona könz, art@work

Vorder - und Rückseite Wand 2:

Getting there, Fiona könz, art@work

Öl auf Baumwolle, doppelseitig, jeweils 21 x 21 cm

© 2019 by Fiona Könz